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Beide Red Bull Racing-Renault holen WM-Punkte in Bahrain

Grand Prix von Bahrain Das Renault Partnerteam Red Bull Racing erzielte beim Großen Preis von Bahrain ein doppeltes...

Grand Prix von Bahrain

 

Das Renault Partnerteam Red Bull Racing erzielte beim Großen Preis von Bahrain ein doppeltes Punktefinish. Daniel Ricciardo fuhr im RB11 auf den sechsten Rang. Sein junger Teamkollege Daniil Kvyat – ebenfalls mit der Hybrid-Antriebseinheit Renault ENERGY F1-2015 im Heck – wurde für seine außergewöhnliche Aufholjagd von Startplatz 17 letztlich mit zwei WM-Zählern für Rang neun belohnt. Die beiden STR10 der Scuderia Toro Rosso schieden vorzeitig aus.

Red Bull Racing-Pilot Daniel Ricciardo hatte am Samstag im Qualifying auf dem Sakhir International Circuit erneut die Top Ten erreicht. Er setzte seinen siebten Startplatz in ein solides Rennen um und sah das Ziel beim Wüsten-Grand Prix als Sechster. Im Rennen verfolgte er lange Zeit den Williams-Fahrer Valtteri Bottas. Im letzten Renndrittel ging der Finne an Sebastian Vettel im Ferrari vorbei und Ricciardo erreichte das Ziel rund 18 Sekunden hinter dem Deutschen.

Daniil Kvyat nahm den Bahrain-Grand Prix von Startplatz 17 in Angriff. Er arbeitete sich kontinuierlich nach vorn. In der vorletzten Runde ging er mit einem entschlossenen Manöver noch an Felipe Massa im Williams vorbei und sicherte sich Platz neun.

Für die Scuderia Toro Rosso, das zweite Partnerteam von Renault, verlief der vierte Formel 1-Saisonlauf enttäuschend. Sowohl Carlos Sainz jr. als auch Max Verstappen mussten ihre Boliden vorzeitig abstellen. Der Spanier Sainz rollte neben der Strecke aus, weil seine Boxenmannschaft ihn per Funk wegen einer losen Radmutter gewarnt hatte. Beim 17-jährigen Verstappen wurde ein Elektrikdefekt als Ausfallursache erkannt.

Rémi Taffin, Leiter des Renault Sport F1 Einsatzteams:

„Beide Red Bull Racing-Renault haben das Rennen in den Punkten beendet – das war das Maximum, das wir heute erwarten durften. Bei der Abstimmung der Antriebseinheit haben wir uns bewusst für ein eher konservatives Set-up entschieden, da wir wussten, dass vielleicht Probleme auftreten können. Beide RB11 haben die Ziellinie überquert. Leider hatte Toro Rosso heute weniger Glück. Carlos Sainz jr. lag bis zu seinem Ausfall erneut auf Punktekurs. Bei Max Verstappen deutet alles darauf hin, dass der Grund für das frühzeitige Aus ein Elektrikproblem war. Bis zum nächsten Grand Prix bleiben uns nun drei Wochen Zeit, die wir nutzen werden, um die ersten vier Rennen dieser Saison detailliert zu analysieren – das gilt sowohl für die positiven als auch für die negativen Aspekte. Darüber hinaus werden wir dauerhaftere Lösungen für die Probleme erarbeiten, die bislang aufgetreten sind. Unser Ziel ist es, in allen Bereichen Fortschritte zu erzielen.“

Cyril Abiteboul, Geschäftsführer Renault Sport F1:

„Das war für uns nicht gerade ein Rennwochenende für die Geschichtsbücher, aber wir haben getan, was getan werden musste. Wir wussten um die technischen Risiken, die vor einer Woche in China zutage getreten waren. Angesichts der Startplätze unserer Partner sind die Positionen sechs und neun für Red Bull Racing das, was heute möglich war. Toro Rosso hat sein Potenzial diesmal nicht ausgeschöpft – ein Doppelausfall ist nach den starken Darbietungen in den ersten Saisonläufen natürlich enttäuschend. Am Ende des Rennens mussten wir einen weiteren Motorschaden mit ansehen. Immerhin trat der Defekt erst am Schluss auf und Daniel Ricciardos Platzierung wurde davon nicht mehr beeinflusst. Die Zuverlässigkeit war während der beiden vergangenen Rennen unsere Achillesferse, doch jetzt bleiben uns bis zum nächsten Lauf in Spanien 18 Tage zum Arbeiten. Wir haben bereits dauerhafte Lösungen gefunden, die wir in dieser Zeitspanne implementieren werden. Außerdem wollen wir bei der Performance endlich die Schritte starten, die wir alle sehen möchten.“

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